Ein Pflegetagebuch oder ein einfaches Alltagsprotokoll hilft, konkrete Situationen nicht zu vergessen. Notieren Sie über mehrere typische Tage, was selbstständig gelingt und welche Unterstützung nötig ist. Dazu zählen praktische Hilfe, aber auch Erinnern, Anleiten, Beaufsichtigen oder Beruhigen. Halten Sie fest, wie häufig die Hilfe gebraucht wird und ob es Unterschiede zwischen Tag und Nacht gibt.
Schreiben Sie beispielsweise statt „braucht Hilfe morgens“: „Beim Anziehen muss die Reihenfolge erklärt werden; die Knöpfe schließt eine andere Person.“ Beschreiben Sie tatsächliche Situationen, einschließlich guter und schwieriger Tage. Entscheidend sind Selbstständigkeit und Fähigkeiten, nicht allein Pflegeminuten. Ihre Notizen ergänzen das Gespräch und ersetzen weder die Begutachtung noch medizinische Unterlagen.